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MITTELSTAND IN DEUTSCHLAND - BLOG
Kampf dem Zombi-Deutsch!
Autor: Udo Taubitz
Datum: 08.04.2026
Kategorie: Vertrieb, Marketing & Kundenbeziehungen
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„Die Bereitstellung der Verköstigung wird dem Tätigkeitsbereich von Facility Manager Schmidt zugeordnet.“ Solche Sprach-Zombies lauern überall, geschaffen von Menschen und auch von KI. Sie saugen den Texten das Leben aus. Sie erschweren das Verstehen, verschwenden wertvollen Platz, schaffen Distanz. Aber wie wärs denn besser? Ganz einfach: „Hausmeister Schmidt kümmert sich ums Essen.“

Ob Produkt-Info, Newsletter oder Geschäftsbericht: das Leben ist zu kurz für schlechte Texte. Sage ich als Leser. Als Schreibprofi weiß ich: Hingeschluderte Texte, ob selbst verfasst oder mit ChatGPT, sparen erst mal Zeit. Aber sie verprellen die Leser, die User – Ihre Kunden!

Texte, die fesseln, sind: interessant, klar, lebendig. Und sie klingen menschlicher als Chatbot-Content. Zwar machen richtig gute Texte mehr Arbeit. Aber sie machen auch viel mehr Freude – auf beiden Seiten. Ja, es lohnt sich, wie ein Trüffelschwein nach spannenden Inhalten zu suchen! (Gibt es überall.) Ja, es zahlt sich aus, sorgsam zu recherchieren! Und ja, es rechnet sich, an Sätzen zu feilen – ob mit oder ohne KI!

Denn gute Stories, originell erzählt, binden Menschen an Unternehmen und Produkte. Texte leisten noch viel mehr: Sie prägen das Image bei Kunden, Mitarbeitenden, Investor:innen und Medien. Von der E-Mail über die Produktbeschreibung und die Pressemitteilung bis hin zum Geschäftsbericht: Das geschriebene Wort schafft Eindrücke – und die bleiben in den Köpfen hängen.

Auch die Suchmaschinen werden Sie mit starken Texten stärker beeindrucken. Denn sie arbeiten textbasiert. Webseiten mit einzigartigen, relevanten und leicht verständlichen Texten schaffen leichter den Sprung in die Google Top Ten wie auch ins KI-Gedächtnis!

Es ist mir übrigens egal, wie ein guter Text entsteht. Ob handgeschrieben, ins Notebook gehackt, diktiert, mit KI ... Hauptsache am Ende steht da ein starker Text. Doch dummerweise lernen im deutschsprachigen Raum nur wenige Berufsgruppen gut schreiben: Journalisten, Literaten, Pfarrer. Alle anderen bleiben auf Schul-Niveau. Dort haben sie gelernt, sich möglichst hochsprachlich auszudrücken, akademisch-bürokratisch-kaufmännisch, mit beeindruckenden Satzgirlanden.

Und so lesen sich dann eben auch sehr viele Texte aus Unternehmen. Mailings, Pressemitteilungen, Webtexte ... die "draußen" nicht richtig ankommen und schlimmstenfalls mehr schaden als nutzen.

Wir hatten auch vor KI schon ein TEXT-QUALITÄTS-PROBLEM!

Jetzt ist es nur noch viel größer, weil Leute mit "Chatty" Texte am Fließband produzieren, ohne genau zu wissen, was einen funktionierenden Text ausmacht. Text-Produzenten brauchen Textkompetenz! Handwerk. Sprachgefühl. Zielgruppen-Intuition. Ihre Büromöbel bauen Sie sich doch auch nicht selbst, oder? Lassen Sie uns nicht länger über die Tools diskutieren. Sondern über die Qualität der Texte, den Output. Und immer da, wo die Texte wirklich gut sein müssen: Holen Sie sich Textkompetenz – mit einem Schreibtraining oder professionellen Text-Lieferanten.